Elena Ochsenglitter Bromuc Hustenlöser
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Elenas Mamatricks für einfache Medikamenten Einanhme bei Kindern

Elena Ochsenglitter Bromuc Hustenlöser

Elena vom Mom-Blog Ochsenglitter gibt Tipps

Aus dem leichten Husten ist eine ausgewachsene Bronchitis geworden? Oder die Mittelohrentzündung erfordert nun doch ein Antibiotikum?

Wo man vorher noch gut mit Hausmitteln und der guten alten Kombination aus Tee, Ruhe und ganz viel Kuscheln mit Mama und Papa weiterhelfen konnte, muss in diesen Fällen nun doch ein Medikament gegeben werden. Und was für uns Erwachsene so einfach und logisch klingt, dass kann für Kinder eine große Überwindung sein. Viele Kinder verweigern sogar völlig die Einnahme von Medikamenten.

Die Gründe dafür sind vielfältig:

Zum einen ist oft der Geschmack der Grund. Für uns Menschen war es die gesamte Evolution über überlebenswichtig, dass wir bestimmte Geschmacksrichtungen wie Bitter oder Sauer vermieden haben. Denn die könnten potentiell gefährlich sein, schmecken doch draußen in freier Natur die für Menschen giftigen Pflanzen auch oft bitter. Diese instinktive Ablehnung ist also nicht nur vollkommen normal, sie ist sogar auch sehr schlau und schützt uns.

Genauso verhält es sich mit unbekannten Geschmacksrichtungen. Wir alle kennen es als Eltern: Neue Nahrungsmittel werden von den Kindern nur zögernd in den Mund genommen und häufig dann auch direkt wieder ausgespuckt. Und leider ist es dem Kind dabei relativ egal, wie oft man erklärt, dass beispielsweise Fisch doch so gesund ist. Hier kann man das neue Lebensmittel nur immer wieder anbieten und selbst begeistert „voressen“, damit es irgendwann vom Kind akzeptiert wird.

Meine 5 besten Mamatricks

Was aber soll man machen, wenn das Kind Medikamente nehmen muss und die Einnahme einfach komplett verweigert? In dieser Situation kann man weder geduldig abwarten und sie immer wieder anbieten, noch kann man sie selbst einnehmen, um dem Kind zu zeigen, dass es harmlos ist. Ich weiß als Mama von drei Kindern sehr gut, wie sehr man in einer solchen Situation verzweifeln kann. Doch zum Glück habe ich mir in den letzten Jahren einige Tricks angeeignet, mit denen man auch ohne Zwang die notwendigen Medikamente ins Kind bekommt. Hier kommen meine 5 besten Mamatricks zu diesem Thema:

Andere Darreichungsform ausprobieren

Oft ist es ja so, dass der Kinderarzt ein bestimmtes Medikament verschreibt und man als Eltern gar nicht hinterfragt, ob es eventuell nicht auch anders geht. Denn viele Medikamente gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen: Zum Beispiel als Saft oder Zäpfchen. Oder als Tablette oder Granulat. Um das herauszufinden, sollte man beim Kauf in der Apotheke immer nachfragen und sich beraten lassen, welche Darreichungsformen es noch gibt.

Es lohnt sich wirklich einmal auszuprobieren, ob beispielsweise das Zäpfchen besser akzeptiert wird als das flüssige Schmerzmittel. Oder auch genau andersherum.

Und manchmal wird es dann sogar besser vom Köper vertragen und reizt nicht den vielleicht ja gerade sehr empfindlichen Magen. Oder tut beim Schlucken mit Halsschmerzen nicht so weh.

Als Eltern kann man nach einiger Zeit häufig gut einschätzen, was für das eigene Kind am besten geeignet ist.

Das Medikament „verstecken“

Ja, leider schmecken viele Medikamente nicht sehr reizvoll für Kinder. Von einigen Medikamenten für Kinder gibt es aber unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Und hier lohnt es sich oft einmal zu testen, ob „Erdbeer-Geschmack“ vielleicht besser beim Kind ankommt als „Orangen-Geschmack“.

Besonders toll sind hier natürlich Medikamente, die ohne starken Eigengeschmack auskommen und sich gut in unterschiedlichen Getränken auflösen lassen. So kann es sogar ganz einfach sein, dem Kind das notwendige Medikament zu verabreichen.

Einige Eltern mischen Medikamente auch in Saft oder tropfen sie auf einen Zuckerwürfel. Tabletten kann man auch gut zerstoßen und das Pulver untermischen. Hier eignet sich aber nicht jedes Medikament dazu, überall untergemischt zu werden. Einige dürfen nicht mit Milch zusammen eingenommen werden, andere nicht mit säurehaltigen Lebensmitteln. Fragt da bitte vorher den Arzt oder Apotheker.

Ablenkung

Vom Nasenspray bis hin zum Inhalieren: Ich kenne kein Kind, was das gerne mitmacht. Verständlicherweise! Denn natürlich ist es nicht so angenehm, wenn man ein Spray in die Nase gesprüht bekommt oder minutenlang ruhig inhalieren soll. Bei den älteren Kindern kann man ja dann zumindest noch viel erklären und ein gewisses Verständnis für die Anwendung erwirken, aber gerade jüngere Kinder reagieren oft nur mit totaler Verweigerung. Was sich in diesen Situationen bei uns sehr bewährt hat, ist eine Ablenkung. Und ja, ich gebe es zu: Die besteht häufig aus dem Fernseher oder dem Tablet. Bewegte, bunte Bilder und ein paar Liedchen dabei sorgen nun einmal meistens sehr verlässlich dafür, dass Kinder fasziniert auf den Bildschirm starren und den kurzen Sprühstoß in jedes Nasenloch allenfalls kurz bemerken. Hier kann man meiner Meinung nach alle Hemmungen fallen lassen und es sich und auch dem Kind mittels TV-Berieselung einfacher machen, die Medikamente zu verabreichen.

Bestechung

Ein weiterer Bereich, der bei vielen Eltern mit Hemmungen belastet ist, ist dieser: Belohnungen! Sie werden heutzutage in einigen Eltern-Kreisen kritisch gesehen, sorgt man sich doch um die Erhaltung der intrinsischen Motivation der Kinder bei zu häufigen Belohnungen von außen. Und genau das ist das Stichwort: „zu häufig“. Sofern man Belohnungen nicht zu verschwenderisch nutzt, können sie notwendige, aber leider häufig unangenehme Dinge wie die Medikamentengabe bei Kindern meiner Meinung nach auf eine einfache Art positiver gestalten. Ihr kennt das sicher auch vom Kinderarzt oder Zahnarzt: Unsere Kinder dürfen sich dort nach den Untersuchungen immer eine Süßigkeit oder ein kleines Spielzeug aussuchen. Warum also nicht ein Gummibärchen anbieten als kleinen Anreiz dafür, dass der Hustensaft gut eingenommen wird? Praktischerweise wird so auch direkt noch der eventuell nicht so beliebte Geschmack wieder überdeckt.

Kreativ verabreichen

Wenn man bei den älteren Kindern schon mit Vernunft und Logik weiterkommt, hilft es bei den jüngeren häufig noch besser, wenn man die Medikamentengabe in ein Spiel integriert. Hier kann man sich ganz kreativ austoben: Natürlich bieten sich „Wir spielen Kinderarzt“ oder „Krankenhaus“ an. Aber natürlich kann auch der Bagger eine Tablette im Mund abladen oder der Betonmischer den Hustensaft. Bei den ganz kleinen hilft es oft, wenn man das Medikament in einen Fläschchen-Sauger gibt, anstatt es auf einem Löffel zu verabreichen. Und auch die etwas älteren Kinder mögen es häufig gern, wenn ein flüssiges Medikament aus einer Spritze gesaugt werden kann (natürlich nur der Aufsatz ohne eine Nadel).

Auch hier gilt: Einfach ausprobieren!
 

Aristo

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